Da war er wieder, dieser Satz….

…am Wochenende fragte mich meine Schwägerin: Sag mal, wann arbeitest Du eigentlich wieder? Und wie immer habe ich erklärt, was ich den ganzen Tag so mache und erklärt und erklärt und mich hinterher total geärgert. Zugegebenermaßen immer noch.

Sie hat es wahrscheinlich gar nicht böse gemeint und ebenso wahrscheinlich interpretiere ich viel mehr in den Satz als die Frager damit ausdrücken möchten, trotzdem! Was soll das?

Ich habe ein Kind, ich bin selbstständig. Ich habe ein Unternehmen, ich arbeite.

Aber was ich so den ganzen Tag mache, scheint Familie, Freunden und Bekannten ein Rätsel zu sein.

Ich komme aus der Bildungsbranche, habe vor ca. 2 Jahren ein Kind bekommen, war ein Jahr in Elternzeit, habe mich selbstständig im Veranstaltungsbereich gemacht, nach der Elternzeit habe ich wieder begonnen in Teilzeit in der Bildungsberatung zu arbeiten. Mein Tag hat um 6Uhr Morgens begonnen und ist um 23Uhr geendet. Aufgrund privater Umstände sowie totalen Erschöpfungszuständen habe ich den Job in der Bildungsberatung diesen Sommer hingeschmissen und arbeite jetzt „nur noch“ selbstständig und betreue mein Kind. Und wisst ihr was? Es geht mir so viel besser und ich bin so viel entspannter UND ich habe viel mehr Geduld und Spaß mit meinem Sohn.

Mein Tag fängt immer noch um 6Uhr an, da steht mein Herzblatt nämlich auf – wenn es gut läuft – manchmal auch bereits gegen 5Uhr … gähn… Bis 7.30Uhr wird gespielt, Kind angezogen, Kaffee, Frühstück für die Krippe gemacht und ab geht es mit Papa. UND dann setze ich mich hin, fahre den Laptop hoch und mache meinen Tagesplan für die Arbeit. Emails beantworten, Marketing, Termine absprechen und ganz wichtig – mit Lisa telefonieren. Lisa hat bereits ebenfalls um 7Uhr angefangen zu arbeiten. Ihre Tochter schläft noch, da sie zu Hause betreut wird und sie nutzt die morgendliche Ruhe um produktiv zu sein. Meistens fragt ihre Kleine bereits nach dem Aufstehen, ob sie mit mir telefoniert, da wir Termine, Pressetexte, Listen, Orga etc. immer telefonisch absprechen. Der Mittagsschlaf ihrer Tochter wird ebenfalls genutzt und ich habe dank der Krippe bis um 13 Uhr Zeit. Nachmittags gehört ausschließlich unseren Kindern. Gemeinsam, getrennt, Kinderturnen, Spielenachmittag, Musikgruppe – was immer das Kinderherz höher schlagen lässt. Oftmals betreut Eine von uns beide, damit die Andere nochmal eben schnell ein Telefonat führen kann.

Gegen 19Uhr sind alle in ihrem jeweiligen Zuhause anzutreffen und mein Sohn geht gegen 20Uhr schlafen. Wenn ich um 20.30Uhr auf die Couch sinke, ist mein Tagewerk geschafft. Oh ne, wartet, eben noch aufräumen, Wäsche waschen und was eben sonst noch so anfällt. 21Uhr! Fertig!

Wann ich eigentlich wieder arbeite? Hm, ich glaube, dann, wenn ich ganz viel Freizeit haben möchte, um 8Uhr anfangen und um 17Uhr Feierabend – das wäre ein Traum!

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2 Gedanken zu “Da war er wieder, dieser Satz….

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