Nora Hodeige zum Thema: Wann arbeitest Du eigentlich wieder?

Wann arbeitest du eigentlich wieder?

Mein Vater sagte neulich zu mir: „Aber such‘ dir doch wenigstens einen Halbtags-Job.“ Daraufhin ich: „Das kann ich natürlich schon machen. Aber, dann kann ich meine Business Idee lassen.“ Seine Antwort: „Wieso? Die Definition von Halbtagsjob ist doch, dass du den anderen halben Tag frei hast.“ Ich: „Ja.“ Pause. „Den anderen halben Tag habe ich ein kleines Kind zu Hause, um das ich mich kümmern möchte.“ Stille. „Und, wann möchtest du denn dann endlich wieder arbeiten gehen?“, sagte er recht verzweifelt.

„Du musst deinen Vater aber auch verstehen“, sagte mir eines Tages eine Freundin, „Er denkt sich: Jetzt habe ich der das teure Studium bezahlt und dann hockt sie nur zu Hause und bloggt!“

Ja, wann willst du denn eigentlich wieder arbeiten gehen?

Das höre ich öfter. Meistens hört es sich eher an wie: „Und, was machst du jetzt?“ Dann schauen die Fragenden oft naiv freundlich und sind doch irgendwie überrascht zu hören, dass ich gar nicht arbeiten GEHEN werde. Sondern zu Hause bleiben und mein eigenes Business aufbauen möchte. „Aber, mit einem Blog verdient man doch nichts!“, sagen sie dann und blicken verzweifelt. „Ich möchte ja auch nicht mit meinem Blog Geld verdienen“, versuche ich zu erklären. „Abgesehen davon gibt es genug Menschen, die mit ihrem Blog sehr viel Geld verdienen.“ Schiebe ich dann meist hinterher, weil ich es nicht lassen kann. Leider ist das Gespräch dann nicht selten beendet. Und, was genau, ich eigentlich machen möchte, wissen sie immer noch nicht. Und doch sind alle mit Ratschlägen schnell bei der Hand:

„Verzettel dich nicht!“ – „Bleib, bei dem, was du gut kannst! – „Du musst dich besser verkaufen“ – „Was soll das denn mit dem Coaching?“- „Gesundheitstraining? Aber, du bist doch gar kein Arzt!“ – „Warum suchst du dir nicht etwas Sicheres?“ „Irgendwie hat doch jeder heute einen Blog.“ – „Du musst mir unbedingt bald (irgendwann) erzählen, was genau du jetzt eigentlich machst!“

Mein Sohn ist 15 Monate alt, er geht 4 Tage die Woche für 6 Stunden in die Kita. Er geht gerne hin und ich genieße die neue, freie Zeit. Um mich den ganzen Tag in die Badewanne zu legen, Gesichtsmasken zu machen und mit einem guten Buch im Bett zu liegen… Nicht! Ha, natürlich nicht.

Übrigens: Seitdem er in die Kita haben sich die Kommentare geändert, es klingt jetzt eher wie: „Was, er geht schon in die Kita? Er ist aber doch noch so klein!“ – „Sollte er nicht viel mehr Zeit mit dir verbringen.“ Irgendwie kann man es nun wirklich niemandem recht machen. „Ja, und, WAS machst du dann jetzt?“

Keiner versteht, was ich eigentlich mache?

Und dabei ist das doch gar nicht so schwer. Ich bin systemischer Coach und biete ganzheitliches Gesundheitscoaching an. Dabei arbeite ich mit Methodiken des systemischen Coachings und leite zudem Einzel- und Gruppenaufstellungen zu diversen Fragestellungen – gerne in Bezug auf ganzheitliche Gesundheit. Bei diesen Gesundheitscoachings schauen wir uns gemeinsam an, wo der Ursprung der Sorgen liegt und, was die innere Harmonie stört. Ein Online Coaching Angebot befindet sich derzeit im Aufbau.

Ich sehe mich als Begleiterin eines Weges, den die Klientin selbstständig zu gehen hat, ich stelle (nur) die (richtigen) Fragen und zeige diverse Möglichkeiten auf. Mein Talent, das große Ganze in jedem System zu überblicken, hilft mir und der Klientin dabei ungemein. Des Weiteren habe ich einen Blog aufgebaut, der sich mit den Themen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und gesunder Essens- sowie Lebensweise beschäftigt. Mein Hauptanliegen dabei ist es, die Menschen zu einer ganzheitlichen Gesundheit zu coachen und das Bewusstsein für Stressmanagement und inneres Konfliktmanagement zu stärken.

Wer noch mehr über mich und meine Motivation lesen möchte, der schaut am besten einmal auf meiner „über mich“ Seite vorbei (die ist neu und ich finde sie ganz schick!).

Bei all den negativen Vibes von außen, muss ich vielleicht hinzufügen, dass es Menschen gibt, die mich unterstützen. Nicht viele, aber die wichtigsten. Und manchmal da denke ich mir, so still für mich, in meinem kleinen Kämmerlein: Eigentlich könnte es doch so einfach sein, jede macht das, was sie liebt und wofür sie brennt! Leider wollen (bei mir zumindest) immer andere entscheiden, was das sein soll. Angestellt zu sein kann natürlich unglaublich viele Vorteile haben, etwas Eigenes zu machen, das, wofür man so richtig brennt, ist da aber doch noch ein ganz anderes Kaliber und schafft sehr viel mehr Flexibilität. Es ist eine große Herausforderung: Mit begrenzter Zeit und begrenzten Mitteln das Maximum herauszuholen und das alles in (im besten Falle) kurzer Zeit.

Das Schöne daran ist: Begrenzt Zeit zu haben, ist ein toller Ansporn, denn die Zeit, die man hat, will ich unbedingt sinnvoll nutzen. Es gibt keine Prograstination oder ins Leere starren, es wird strukturiert und konsequent gearbeitet. Und dann das Kind abgeholt: Und, den Rest des Tages verbringen wir in unserer ganz eigenen kleinen Welt zusammen. Nur wir.

Von zu Hause aus zu arbeiten, mit einem Business das (natürlich) in der Anfangsphase noch überhaupt nichts nicht so viel abwirft, ist sowieso schon an manchen Tagen unglaublich hart und die Zweifel kommen von ganz alleine, immer wieder – da wäre so ein bisschen mehr wohlwollende Unterstützung von anderen manchmal wünschenswert. Aber, wie sagt man nicht immer: Was mich nicht umbringt, macht mich hart. Na, dann los!

 

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3 Gedanken zu “Nora Hodeige zum Thema: Wann arbeitest Du eigentlich wieder?

  1. Liebe Nora,
    ich finde den Schritt, den du gemacht hast, unglaublich mutig! Sich als fast noch frischgebackene Mama zu trauen einen Schritt ins Ungewisse zu machen – die Hoffnung und den Ehrgeiz zu haben, dass man erfolgreich sein wird. Auch das sollte man sich vor Augen halten, wenn man meint dir Ratschläge geben zu müssen.

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    1. Hallo Nora,
      du folgst deinem Herzen und das ist gut und richtig so. Ich für meinen Teil, die Dich erst vor 3 Tagen auf FB entdeckt hat, mag deine FB-Seite und liebe deinen Blog! Ich könnte meinen Drucker jetzt sicher ne Viertelstunde beschäftigen um mir allein deine Rezepte schonmal auf Papier zu sichern damit sie mir ja bloss nicht mehr verloren gehen. 😉 Ich weiss echt nicht, was ich als Erstes ausprobieren soll.
      Geh deinen Weg, wohin auch immer er Dich führen mag. Ich drück Dir die Daumen. Von Herzen alles Liebe & viel Glück!

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  2. Ihr Lieben,
    vielen Dank für eure lieben Worte und den schönen Zuspruch! Ich freue mich darüber sehr und bin nach wie vor hochmotiviert und begeistert, was alles passieren kann, wenn man nur einmal den Mut gefasst hat, etwas zu wagen!
    Euch ebenfalls von Herzen alles Gute und wir sehen uns sicherlich bald mal wieder, hier, auf leben mit ohne oder wo anders 🙂

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